Forschungsprojekte

Das Europäische Fachzentrum Moor und Klima (EFMK) | MOORWELTEN ist eine einzigartige Einrichtung rund um den Natur- und Lebensraum Moor. In diesem modernen Erlebniszentrum mit wissenschaftlichem Hintergrund wird der Bezug zwischen Moor- und Klimaschutz eindrucksvoll und multimedial dargestellt. Mit dem Fachzentrum ist darüber hinaus ein Raum zum wissenschaftlichen Diskurs, zur angewandten Umweltforschung und zum praktischem Moor- und Klimaschutz geschaffen worden.

Bereits seit dem Jahr 2016 ist das Projekt OPTIMOOR Optimierung der Hochmoorsanierung auf landwirtschaftlich vorgenutzten Standorten im EFMK angesiedelt. Die EFMK GmbH führt das fünfjährige Projekt als Hauptvorhabenträger in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock durch. 

Seit dem 01.10.2017 wird das Projekt Nachhaltige Erden aus der Region - Grundlagen für Produktentwicklung und Zusammenarbeit in der Metropolregion Nordwest durchgeführt. Mit dem zweijährigen Projekt verfolgt der Landkreis Diepholz zusammen mit Kooperationspartnern aus  Abfallwirtschaft, Umweltschutz, Wirtschaft und Wissenschaft das Ziel, Moore zu schonen und den Torfabbau zu reduzieren. Hierfür werden gemeinsam Grundlagen für eine nachhaltige, torffreie Erdenherstellung und Entwicklung zu einer Produktlinie aus der Region für die Region erarbeitet. Gefördert wird das Projekt von der Metropoleregion Nordwest. Angesiedelt ist es im EFMK.

Ebenfalls seit dem 01.10.2017 gibt es das Projekt CANAPE - Creating a new approach to peatland ecosystems. Mit einem Projektbudget von 5.545.105 Euro fördert dieses EU-Projekt die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch innerhalb der Nordsee-Region, um das Moormanagement zu verbessern. Im Projektfokus stehen alternative Bewirtschaftungsmethoden zur Erhaltung und Wiederherstellung wichtiger Ökosystemleistungen. So testet CANAPE in Diepholz eine Paludikultur („Sphagnum-Farming“) als klima- und umweltschonende Bewirtschaftungsalternative wiedervernässter Moore und zur Torfsubstitution im Gartenbau. Ein weiteres Teilprojekt ist die Schaffung widerstandsfähigerer Moorökosysteme: die Einrichtung extensivierter Pufferzonen (und eine mögliche Schilf-Paludikultur) zum Nährstoffentzug soll die Situation eines stark eutrophierten Moorsees im Einzugsgebiet intensiver Landnutzung verbessern.

Die deutschen Beteiligten sind der Landkreis Diepholz, die Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz, der Deutsche Landschaftspflegeverband und das Northern Institute of Thinking, deren know how durch einen Informationsaustausch mit regionalen Interessensgruppen abgerundet wird. Transnationale CANAPE-Partner stammen aus England, Belgien, Niederlanden und Dänemark. HIER gibt es das offizielle Poster zum Projekt.

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