Kranichwochen 15.Okt.-26.Nov. 2016

Die Kraniche, die „Vögel des Glücks“ sind wieder da !

Es ist wieder soweit. Die Kraniche sind da! Mit dem Besuch zehntausender Kraniche in der Diepholzer Moorniederung auf Ihrem Herbstzug von Nord- nach Südeuropa, stellt sich ein Naturschauspiel ein, das Beobachter jedes Jahr aufs Neue beeindruckt.

Das Europäische Fachzentrum Moor und Klima (EFMK) ist auf die für Mitte Oktober erwartete Ankunft der ersten Kraniche vorbereitet: Vom 15. Oktober an bieten die „Moorwelten“ bis zum 26. November erlebnisreiche und informative Exkursionen zu den Kranich-Beobachtungspunkten an. Jeden Mittwoch und Samstag stehen Kranich-Vorträge und Führungen auf dem Programm – bis zum 29. Oktober jeweils um 14 Uhr, ab 30. Oktober bedingt durch die Winterzeit bereits um 13 Uhr.
Anmeldungen bzw. Anfragen werden unter Telefon 05774/9978220 oder per E-Mail info@moorwelten.de erbeten.

Neben den feststehenden Exkursionsterminen organisieren die EFMK-Verantwortlichen auf Anfrage auch an anderen Tagen und zu anderen Zeiten gern geführte Touren zu den Kranichbeobachtungsplätzen.

Wenn sich große Kranichverbände zur Rast niederlassen, dann ist das immer wieder ein beeindruckendes Ereignis. Tausende der „Vögel des Glücks“ versammeln sich auf ihrem langen Zugweg in die Überwinterungsgebiete zu einer längeren Pause. Schon seit Jahren zählen auch die Moorflächen der Diepholzer Moorniederung zu bevorzugten Rastplätzen für die Kraniche. Die Vögel finden auf den abgeernteten Maisäckern rund um die Diepholzer Moorniederung einen reich gedeckten Tisch, und die wiedervernässten Moorflächen bieten den gefiederten Gästen einen guten Schutz für die Nacht.

Auf dem westeuropäischen Zugweg ist für die Kraniche die Rügen-Bock-Region an der Ostseeküste nach wie vor der traditionellste Rastplatz. Zudem sind große Rastplätze an der unteren Oder, im Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte und in der Oberlausitz bekannt. Als ein weiterer bedeutender Rastplatz ist in den vergangenen Jahren die Diepholzer Moorniederung neu hinzugekommen. Auf ihrem Herbstzug rasten hier inzwischen mehr als 50.000 Kraniche gleichzeitig, bevor sie in Richtung Spanien weiterfliegen.
Die Zerstörung wichtiger Lebensräume hat den standorttreuen Grauen Kranich über lange Jahre gefährdet. In der Diepholzer Moorniederung haben erfolgreiche Renaturierungsmaßnahmen dazu geführt, dass das Gebiet als Trittsteinbiotop wieder fester Bestandteil auf dem Zugweg der Kraniche geworden ist. Die weiten Moorflächen und deren Umgebung bieten den scheuen Zugvögeln optimale Bedingungen für Rast und Nahrungsaufnahme auf ihrer langen Herbstreise. Ein weiterer Erfolg des Moorschutzes: Schon seit einigen Jahren zählt die Diepholzer Moorniederung zu den westlichsten Brutarealen in Europa.


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